Glamping verbindet Naturerlebnis mit Luxus – wir zeigen die spektakulärsten Glamping-Unterkünfte Europas.
Als ich vor zwei Jahren zum ersten Mal in einem Glamping-Zelt aufwachte — einem Safarizelt in der Toskana, um genau zu sein —, lag ich in einem King-Size-Bett mit ägyptischer Baumwollbettwäsche, neben mir auf dem Nachttisch stand eine Karaffe mit Wasser und Minze, und durch die offene Zeltplane wehte der Duft von Olivenhainen herein. Draußen zirpten Grillen, drinnen gab es eine freistehende Badewanne. Das war der Moment, in dem ich verstanden habe, warum Glamping kein kurzlebiger Trend ist, sondern eine eigene Reisekategorie geworden ist. Der Markt hat sich laut Grand View Research zwischen 2020 und 2025 auf über 5 Milliarden Dollar verdoppelt, und 2026 eröffnen in Europa so viele neue Luxus-Camps wie nie zuvor.
Glamping ist mittlerweile ein inflationär verwendeter Begriff. Jeder Campingplatz mit einem Holzfass und einer Lichterkette nennt sich Glamping-Resort. Die wirklich guten Unterkünfte erkennt man an drei Dingen: einem durchdachten Raumkonzept, das Innen und Außen verschmelzen lässt; einer nachhaltigen Bauweise, die sich in die Landschaft einfügt statt sie zu dominieren; und einem Service, der Hotelstandard bietet, ohne die Naturerfahrung zu zerstören. Die besten Glamping-Resorts in Europa liegen nicht zufällig in Gegenden, die man auch ohne Unterkunft besuchen würde — in Nationalparks, an Küsten, in Bergen. Die Unterkunft ist nicht der Ersatz für ein Erlebnis, sondern dessen Verstärkung.
Die Toskana ist so etwas wie die Wiege des europäischen Glamping. Das Norcenni Girasole Village bei Figline Valdarno bietet Safarizelte mit Holzböden, Klimaanlage und privatem Jacuzzi auf der Terrasse — umgeben von Weinbergen und Zypressen. Eine Nacht kostet ab 180 Euro, was angesichts der Ausstattung und Lage erstaunlich fair ist. Noch exklusiver geht es bei Agricamp Picobello zu, einem kleinen Anwesen mit nur sechs Zelten, biologischem Gemüsegarten und Kochkursen mit der Besitzerin. Dort liegt der Reiz nicht im Luxus, sondern in der Authentizität — man schläft auf einem echten Bauernhof, isst selbst geerntetes Gemüse und trinkt den Hauswein auf einer Terrasse mit Blick auf das Chianti-Tal.
Wer Glamping mit Einsamkeit und nordischer Natur verbinden will, findet in Skandinavien die besten Adressen. Die Aurora Domes in Tromsø, Norwegen, sind beheizte Geodätenkuppeln mit Panoramafenstern, die direkt auf den arktischen Himmel gerichtet sind. Zwischen September und März sieht man von dort aus Nordlichter, ohne das Bett zu verlassen — ein Erlebnis, das man nicht übertreiben kann und das etwa 350 Euro pro Nacht kostet. In Schweden hat das Kolarbyn Eco-Lodge bei Skinnskatteberg einen anderen Ansatz gewählt: Die Unterkünfte sind umgebaute Köhler-Hütten aus dem 18. Jahrhundert, es gibt keinen Strom und kein fließendes Wasser, dafür eine Sauna am See und Abendessen über dem Lagerfeuer. Das klingt rustikal, ist es auch — aber auf eine durchdachte, komfortable Art, die mit klassischem Camping nichts zu tun hat.
Die Algarve-Küste in Portugal hat sich in den letzten zwei Jahren zum Glamping-Hotspot entwickelt. Das Salema Eco Camp an der Westküste bietet Airstream-Wohnwagen und Holzhütten auf einer Klippe über dem Atlantik, mit Pool, Surfboard-Verleih und direktem Strandweg. Frühstück gibt es in einem umgebauten Fischerboot. Ab 120 Euro pro Nacht gehört es zu den erschwinglicheren Optionen auf dieser Liste. Kroatien kontert mit dem Arena One 99 bei Pula, einem der größten Glamping-Resorts Europas direkt an der istrischen Küste. Die eingerichteten Safarizelte haben Holzterrassen mit Meerblick, und der Kieselstrand liegt nur hundert Meter entfernt. Die Nähe zu den Amphitheatern von Pula und den Plitvicer Seen macht den Standort besonders attraktiv für Reisende, die Natur und Kultur verbinden wollen.
In Frankreich hat Huttopia mit über 60 Standorten das Glamping quasi industrialisiert — aber im besten Sinne. Die Holzzelte und Cabanes an Standorten wie dem Lac de Carcans oder dem Wald von Rambouillet verbinden skandinavisches Design mit französischer Lebensart. Morgens gibt es Croissants vom lokalen Bäcker, abends Grillabend unter Platanen. Ab 90 Euro pro Nacht ist Huttopia auch für Familien realistisch. In Spanien lohnt ein Blick auf die Glamping-Szene an der Costa Brava: Das Càmping Cala Gogó bei Calonge bietet eingerichtete Safarizelte mit Küche und eigener Terrasse, nur 300 Meter vom Strand entfernt. Wer lieber ins Landesinnere will, findet in Andalusien Eco-Retreats mit Zelten zwischen Korkeichen und Olivenhainen, wo man abends das Gefühl hat, allein auf der Welt zu sein.
Die Glamping-Szene in Europa wächst schnell, und die Qualitätsunterschiede sind groß. Wer auf urlaubfinder365.de nach Glamping-Angeboten sucht, findet inzwischen geprüfte Unterkünfte mit Bewertungen und Preisvergleich — so lassen sich die wirklich guten Camps von den aufgehübschten Campingplätzen unterscheiden.
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